Sommer-Öde

Felder soweit man schaut. Mücken kreisen in Endlosschleife. In der Ferne ein Streifen Wald. Leere Gedankenblasen am Himmel. Ausgeblichene Farben: Strohgelb, Diesiggrau, ein verwaschenes Grün. Die Zeit geliert. Ich lege mich flach auf die Erde, atme Staub ein und Hitze. Ein paar Meter weiter sitzt ein Vogel mit offenem Schnabel und schnappt nach Luft. Eine Ameise krabbelt mir über die Hand. Mir gehen die Gedanken aus.

Plötzlich runzelt die Sonne die Stirn. Sofort wird es schattiger. Die Ameisen bringen ihre Eier in Sicherheit. Der Vogel flattert davon. Ich richte mich auf. Gewitterwolken sitzen mir im Nacken. Ein cadmiumgelbes Aufleuchten am Himmel, dann klatschen die ersten Regentropfen in mein Gesicht. Ich springe auf und tanze im Takt zum Regen und lache.

 

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