Bad Hair Day

Heute habe ich in der Zeitung gelesen, dass es ein Gen für unkämmbare Haare gibt, das Struwwelpeter-Gen. Das hat mich enorm erleichtert. Bedeutet es doch, dass ich weder etwas dafür noch dagegen kann, dass mir meine Haare täglich neu zu Berge stehen. Ich könnte aufhören, die Zeitung zu lesen oder mich post-faktisch auf Facebook zu informieren. Aber das käme einem Kopf in den Sand stecken gleich – und wie sähen die Haare erst danach aus?

So kann ich nur gutes Karma anhäufen und hoffen, dass es dafür ausreicht, im nächsten Leben mit glatten Haaren geboren zu werden, die ich mir dann mit einer eleganten Handbewegung über die Schulter werfe. Ein alter Sketch von Whoopi Goldberg fällt mir dazu ein. Sie hat sich als Kind immer ein Handtuch um den Kopf gelegt, um die langen, blonden Haare der Frauen aus der Werbung nachzuahmen. Da ist man heute einen Schritt weiter.

Die brilliante Juristin aus „How to Get Away With Murder“ setzt sich einfach eine Perücke auf. Vielleicht wäre das eine Option. Aber dann müsste ich jeden Abend nach Absetzen der Perücke meinen kahlgeschorenen Anblick ertragen. Und wer verträgt schon täglich die nackte Wahrheit.

Dann lieber wie manche Models ihre Zahnlücke oder ihren Leberfleck zum Markenzeichen ernennen, meine Struwwelhaare post-faktisch zum Zeichen von Charakterstärke erklären.

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